Öffnungszeiten:Montag
8.00 - 19.30 Uhr
Dienstag - Freitag
8.00 - 19.00 Uhr
Samstag
8.30 - 13.30 Uhr



Rotebühlstr. 104
70178 Stuttgart
Telefon 0711 / 66 83 96
Telefax 0711 / 66 83 977
E-Mail: info(at)westendapotheke-stuttgart.de

Eisen und Zink

EISEN

Kein „edles“ Metall aber das einzige Element nach dem sogar ein Zeitalter der Menschheitsgeschichte benannt wird. Ein Schwert aus Eisen war eben durchschlagend! Eisen ist im Erdinneren und in der Erdkruste ein verbreiteter Bestandteil. Eisen ist chemisch gesehen „unedel“, das heißt, es geht leicht vom metallischen Zustand in eine Verbindung über. Mit Sauerstoff gibt es das orange-rot-braune Oxid, das als Rost die Oberfläche überzieht und leider das darunterliegende Metall nicht schützt (im Gegensatz zur Patina anderer Metalle). Eisen kann auch in metallischer Form als METEOR-Eisen vom Himmel fallen. Schon lange vor der Eisenzeit entdeckten die Menschen des Orients die gegenüber Kupfer und Bronze überlegene Härte des Eisens. Archäologen fanden aus Meteoreisen geschmiedete Schwerter, die für Kultzwecke verwendet wurden. In vielen technischen Bereichen wuchs die Bedeutung von Eisen ins Ungeheure, die Eisenzeit dauert an… Besonders bei der Herstellung von Schwertern hat das Metall Eisen eine doppelte Eigenschaft: es lässt sich in reiner Form gut schmieden und nachträglich durch Aufnahme von Kohlenstoffmolekülen zu Stahl härten. Kein Wunder, dass der Gott des Krieges, Mars, mythologisch und alchemistisch dem Eisen zugeordnet wird. Eisen kann magnetisch sein. Eisen lässt sich legieren, schweißen, gießen etc. Und durch geeignete Zusätze lässt es sich auch in „rostfreien“, korrosionsfestem Edelstahl verwandeln. ... ( )

Erfahren Sie mehr über Eisen und Zink in unserer aktuellen Schaufensterdekoration. Wir beraten Sie gerne.

Hier nun noch ein kleiner Rückblick auf unsere Adventsdekoration... am 23.12.2019 erschien ein Artikel über die Reißbilder von Karin Beck, die 2019 eine Weihnachtsgeschichte illustrierten.

" Kunst statt Hustensaft-Reklame

S-West Karin Beck gestaltet die Auslage der Apotheke seit 49 Jahren mit stimmungsvollen Wintermotiven. Von Tilman Baur Ob der Vater wohl noch den Stock schwingen wird? Wütend ist er allemal. Schließlich haben die Kinder das blaue Paket geöffnet, das die Tante ihnen mit auf den Weg gegeben hat, um es ihrer Mutter zu überbringen. Doch die Neugier war größer als die Vernunft, und jetzt ist das Schlamassel angerichtet. Hat die Geschichte ein Happy End? Wer in diesen Tagen aufmerksam vor der Westend-Apotheke stehen bleibt, wird die Antwort auf die Frage erfahren. Denn in den Schaufenstern befinden sich keine Reklameplakate für Hustensäfte und Schmerzmittel wie in anderen Apotheken, sondern die kunstvoll und farbenfroh illustrierte Geschichte „Das blaue Paket“ von Friederike Steinborn. Die atmosphärisch dichten Reißbilder hat Karin Beck gestaltet. Die 74-jährige Seniorchefin der Westend-Apotheke ist freischaffende Künstlerin, hat an den Kunstakademien in Karlsruhe und Stuttgart studiert, als Kunsterzieherin und Dozentin gearbeitet und verleiht der Apotheke seit 49 Jahren zur Adventszeit ein markantes Erscheinungsbild. „Es kommen immer wieder Leute in die Apotheke, die nichts kaufen wollen, sondern einfach sagen, wie schön sie die Fenster finden“, sagt Karin Beck. Den Sinn für Fensterdekorationen, die sich von Altbekannten absetzen, hatte Seniorchef Hansdieter Beck schon vor mehr als 50 Jahren. Damals kam er aus Jordanien zurück, wo er eine Zeit lang gearbeitet hatte, und dekorierte ein Fenster mit orientalischen Elementen. „Wir wollten nie Industriedekorationen und Verkaufsfenster haben“, so Hansdieter Beck. Seine Frau Karin sagt, die Fenster zur Adventszeit seien damals ein spontaner Einfall gewesen. Die Motive fand sie meist in der direkten Umgebung. Mal bildete sie Schlittschuh laufende Kinder auf dem Feuersee ab, mal die Elisabethenkirche. In einem anderen Jahr stellte sie auf ihren Reißbildern unter der Erde lebende Tiere wie Hamster und Dachse dar. Der Bezug zum Winter, zu Weihnachten zieht sich wie ein roter Faden durch die Darstellungen der vielen Jahre. Inspirationen für die nächsten Advents-Dekos kommen Karin Beck aber bereits in der warmen Jahreszeit. „Im Sommer habe ich schon Ideen. Spätestens am 1. November fange ich dann an“, sagt Beck. Während der Produktion arbeitet sie hoch konzentriert „von 8 Uhr morgens bis zum Umkippen“ und im künstlerischen Schaffensrausch: „Es fließt da regelrecht aus mir heraus“, sagt Beck. Das heimische Wohnzimmer verwandelt sich in dieser Zeit zum Atelier. Vier bis fünf Wochen sitzt sie an den Bildern, die sie mit einer speziellen Reißtechnik herstellt. „Daran gefällt mir, dass man wieder ganz kindlich werden kann“, sagt Beck. Dass sie an der Akademie viele Aktzeichnungen angefertigt hat, kommt ihr dabei zugute, weil es beim Reißen gilt, ein Gefühl für den menschlichen Körper zu haben. Die abgebildeten Personen wirken absichtlich skizzenhaft, angedeutet und unfertig. „Das macht sie lebendig“, so Beck. Mit dem „Blauen Paket“ hat Karin Beck zum ersten Mal eine Weihnachtsgeschichte illustriert. „Ich wollte mal was anderes machen“, sagt sie. Der Vorteil daran sei, dass der Text als Leitband diene, an dem man sich orientieren könne. Die Illustration einer Weihnachtsgeschichte kann sie sich deshalb auch für die Dekoration im kommenden Jahr vorstellen – zum 50. Jubiläum der Adventskunst im Apothekenfenster."