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Metalle aus der Frühzeit der Menschheit

Kupfer, Zinn und Blei haben über Jahrhunderte das Gesicht der menschlichen Zivilisation geprägt. Erfahren Sie in unseren Schaufenster allerlei Wissenswertes über die Elemente, ihre Geschichte und Anwendungen.

...zum Beispiel über Blei...

 

Blei (PLUMBUM) hat nicht nur giftige, sondern auch heilende Wirkungen. Heute ist eine Anwendung allerdings von den Zulassungsbehörden negativ bewertet und nicht mehr gestattet. Schon in der Antike kochte man aus Ölen + Fetten, denen man Bleioxide zusetzte, eine zähe, elastische, durch die Körpertemperatur weichwerdende Masse, die „Bleipflaster“ (EMPLASTRUM LITHARGYRI). Das Wort Pflaster wird heute für leicht klebende Heftpflaster verwendet. Die ursprünglichen Pflaster waren über Jahrhunderte recht probate Mittel zur Wundversorgung. Der Bleigehalt war paradoxerweise für die Haut heilungsfördernd (ähnlich wie Zink und auch Quecksilber). Die toxische Langzeitwirkung spielte nur eine untergeordnete Rolle. Noch bis zur Mitte des 20.Jh. wurde Bleipflaster in den Arzneibüchern geführt. Eine Salbe, die reichlich Bleipflaster enthielt (UNGUENTUM DIACHYLON) war äußerst wirksam bei überstrapazierten Händen (Schrunden). Mit weiteren Zusätzen wurde sie als „Spranger`sche Wund- und Zugsalbe“ noch bis in die 90er Jahre ab und zu in Apotheken rezepturmäßig zubereitet. Über Pflaster gäbe es noch viel zu berichten. Sie wurden auch als Träger von weiteren Wirkstoffen genutzt. Auch in der HOMÖOPATHIE finden Bleiverbindungen Anwendung. Sie sind aber nur in so geringen Mengen im Einsatz, dass wegen der Giftigkeit keine Bedenken angebracht sind.