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Quecksilber

Hilfreich oder giftig?

Das Quecksilber in der Medizin war bei zurückhaltender Anwendung über lange Zeiten eine sehr nützliche Sache. Bis 2003 war unter dem Handelsnamen Mercurochrom® eine 2%ige Quecksilber-haltige organische Farbstoffverbindung, Merbromin, ein äußerst beliebtes Desinfektionsmittel. Bei der Versorgung von Schürfwunden und kleineren Verletzungen der Haut hatte sich bestens bewährt, durch zuverlässige Wirkung und schmerzfreie Anwendung. Seine auffällig knallrote Farbe beeindruckte vor allem Kinder. Stolz trug man seine Blessuren am verletzten Knie. Eine ebenfalls quecksilberhaltige organische Verbindung war das 1940 entwickelte Phenylmercuribromat mit Handelsnamen Merfen®orange. Es zeigte die gleichen angenehmen Eigenschaften wie Mercurochrom® und färbte die Haut stark orange. Da die Anwendung meist nur kurze Zeit notwendig war, war die potentielle giftige Wirkung von resorbiertem Quecksilber eigentlich minimal. Da jedoch das Bessere des Guten Feind ist, sind wir froh, dass eine heutige Wundversorgung ganz ohne Quecksilber aus-kommt. Die heutigen Wunddesinfektionsmittel (Povidon-Iod, Chlorhexidingluconat etc.) sind sehr gut desinfizierend, schmerzfrei in der der Anwendung und praktisch ohne Belastung für Patient und Umwelt. Wie belastend für die Umwelt z.B. unser beliebtes Mercurochrom® gewesen ist, zeigte eine Studie von 1994 aus Freiburg. Danach gelangten allein in Freiburg ca.100 kg Quecksilber aus organischen Quecksilberverbindungen ins Abwasser.

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